Mit dem Wohnmobil an die französische Atlantikküste
Von Oldenburg aus ging es für einen Zwischenstopp auf den Stellplatz im kleinen Örtchen Blankenheim in der Eifel. Am nächsten Morgen sind wir dann durch Luxemburg nach Frankreich eingereist. Die kurz vor dem Urlaub beschaffte XXL Mautbox vom ADAC schaltete direkt nach Grenzübertritt auf Grün und öffnete die nächsten Stunden mehrfach wie von Zauberhand die Schranken der einzelnen Mautstationen.
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Unser erster Stopp in Frankreich galt der Stadt Verdun. Ein dunkler Ort in der Geschichte, denn hier fand 1916 eine der längsten und verlustreichsten Schlachten des Ersten Weltkrieges zwischen Deutschland und Frankreich statt. Nach zehn Monaten fielen weit über 300.000 Soldaten in der Hölle von Verdun. In und um die Stadt herum gibt es diverse Museen und Gedenkstätten, darunter die unterirdische Zitadelle und das Beinhaus von Douaumont mit den Überresten von mehr als 100.000 Soldaten.
Die Stationen dieser Etappe
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Weitere InformationenVerdun
Verdun in Nordostfrankreich ist ein historisch bedeutender Ort, der vor allem durch die gleichnamige Schlacht im Ersten Weltkrieg bekannt wurde. 1916 kämpften hier französische und deutsche Truppen in einem der längsten und verlustreichsten Gefechte der Geschichte. Heute erinnern zahlreiche Denkmäler, Museen und Soldatenfriedhöfe an die Ereignisse, darunter das Beinhaus von Douaumont, das Fort Douaumont und das Mémorial de Verdun. Die Umgebung ist als „Schlachtfeld von Verdun“ weitgehend erhalten und lädt zu geführten Besichtigungen ein





Von diesem traurigen Ort aus ging es für uns weiter in das Örtchen Dieppe in der Normandie, welches direkt am Atlantik liegt. Zu später Stunde kamen wir dort an und konnten bei geöffnetem Fenster noch den Wellen des Meeres lauschen, bevor die Augen immer schwerer wurden und der erste Tag in Frankreich sich dem Ende neigte.
Kreidefelsen von Étretat
Am nächsten Morgen dann auf zur Boulangerie auf der anderen Straßenseite und es gab das erste französische Baguette zum Frühstück. Nach einem kleinen Spaziergang am Strand fuhren wir weiter zu den Kreidefelsen von Étretat. Wir parkten den Camper am Rande von Étretat und folgten den Menschenmassen zum Strand und von dort aus weiter zu den Felsen.




Die hellen, steilen Klippen ragen spektakulär aus dem Ärmelkanal und bilden markante Felsformationen wie die Porte d’Aval, eine natürliche Steinbrücke, und die nadelförmige L’Aiguille. Wind und Wellen haben die Küste über Jahrtausende geformt und ihr die heute charakteristische, fast märchenhafte Silhouette verliehen. Die Aussichtspunkte oberhalb der Klippen bieten beeindruckende Panoramablicke auf Meer und Landschaft, während Wanderwege entlang der Küste zu Entdeckungstouren einladen.
Schöne Plätze am Meer
Etwa zwei Stunden waren wir unterwegs und wieder am Camper ging es noch ein Stückchen weiter in Richtung der Stadt Le Havre. Dort schlugen wir unser Lager für die Nacht auf und genossen den Sonnenuntergang. Am nächsten Tag fuhren wir zum Phare du cap de la Hague und besichtigten den auf einem Felsen gelegenen Leuchtturm. Wir parkten dann in der Nähe des Meeres und genossen noch das schöne Wetter am Strand.



Von La Hugue ging es auf einen netten Platz bei Dragey-Ronthon gegenüber der Gemeinde Le Mont-Saint-Michel. Hier steht man geschützt hinter den Dünen und kann vom Strand aus in der Ferne die Abtei auf dem Felsen sehen.




Das schöne Wetter genossen wir in vollen Zügen und nahmen am frühen Abend noch ein paar Drinks in der nahegelegenen Strandbar und dieses erneut bei einem wunderschönen Sonnenuntergang.
Internet aus dem Automaten
Am nächsten Nachmittag machten wir uns langsam auf den Weg in Richtung Le Mont-Saint-Michel. In Granville haben wir uns dann noch eine kleine Portion mobiles Internet besorgt. Man findet unter anderem in Zeitschriftenläden Automaten vom Anbieter free. Hier kann man sich ganz einfach per Kreditkarte eine Prepaid-Karte ziehen und diese ist mit 210 Gigabyte Datenvolumen für 30 Tage ausgestattet. Einfacher geht es nun wirklich nicht.


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Le Mont-Saint-Michel
Le Mont-Saint-Michel in der Normandie gehört zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Frankreichs und ist ein einzigartiges Zusammenspiel aus Natur, Geschichte und Architektur. Die Felseninsel erhebt sich mitten in einer weiten Bucht, die für ihre extremen Gezeiten bekannt ist – bei Flut verwandelt sich der Mont in eine echte Insel, bei Ebbe kann man das Watt rundherum erkunden.
Wohl gestärkt ging es weiter auf den Parkplatz der Abtei Mont-Saint-Michel. Im näheren Umkreis gibt es zwar noch ein paar Möglichkeiten, mit dem Camper anderweitig zu übernachten, aber die waren bereits alle belegt. So blieb uns leider nur der Parkplatz, mit einem separaten Bereich (P8) für Wohnmobile. Dicht an dicht steht man hier und unsere direkten belgischen Nachbarn meinten noch bis ca. 01:30 in ihrem Camper Remmidemmi machen zu müssen.
Um 07:00 Uhr ging unser Wecker, denn wir hatten uns Onlinetickets für den Zutritt zur Abtei um 09:00 Uhr besorgt. Grundsätzlich eine optimale Entscheidung, wenn man sich die Menschenmassen bereits um 10:30 Uhr anschaut. Um kurz nach acht machten wir uns auf den Weg zur Insel bzw. zur Abtei. Vom Parkplatz sind es etwa 2,5 km zu Fuß. Man kann aber auch einen der kostenlosen Shuttlebusse nehmen, welche zwischen dem riesigen Parkplatzgelände und der Insel hin und her pendeln.
Die engen Gassen füllten sich langsam mit Besuchern aus aller Herren Ländern und auch wir machten uns auf den Weg zur Abtei im Inneren der Insel. Sie liegt etwa einen Kilometer von der Küste entfernt und ist nach dem Erzengel Michael benannt. Auf ihr dominiert die Abtei Mont-Saint-Michel und Berg und Bucht sind UNESCO-Weltkulturerbe.





Im Jahr 708 wurde Bischof Aubert von Avranches in einem Traum vom Erzengel Michael aufgefordert, eine Kirche für ihn zu bauen. Gesagt, getan und um das Jahr 996 wurde hier bereits die Hochzeit zwischen Herzog Richard II. und Judith de Bretagne gefeiert. Im 11. Jahrhundert begann der Neubau der Abtei, was über 500 Jahre dauern sollte. Berg und Abtei wurden dabei zu einem Festungsbauwerk umgestaltet, was so einigen Auseinandersetzungen wie dem Hugenottenkrieg (1562–1598) standhielt.









Bei über 3 Millionen Besuchern im Jahr gibt es hier eine gewisse Routine und dank der Onlinetickets und zugewiesenen Zeitfenster haben wir weder lange warten müssen, noch war es (zumindest früh am Morgen) in der Abtei besonders voll. Jedoch konnten wirch ca. 1 Stunde konn hier oben die Menschenhaaren sehen, die mit Bussen herangekarrt wurden. Also wenn es euch möglich ist, dann geht direkt morgens um 09:00 Uhr oder kurz vor Toresschluss in die Abtei. Als Camper ist man hier ja glücklicherweise recht flexibel.
Lampaul-Plouarzel
Wieder zurück am Camper machten wir uns erst mal ein Frühstück und nach einem Einkauf in einem Carrefour, sind wir nach Lampaul-Plouarzel, im Nordwesten der Bretagne ins Département Finistère gefahren. Hier gibt es einen wunderbaren Stellplatz, direkt am Meer gelegen. Der Platz hat uns auf Anhieb so gut gefallen, dass wir uns direkt für 3 Nächte eingebucht haben.



Bei nur 7,50 € pro Nacht ist der Platz ein absolutes Träumchen um ein paar Tage zu entspannen.
Super, Frankreich Beschreibung. War ich vor Jahren auch schon! Macht immer wieder Spaß mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein. LG Dirk