Meine Eindrücke vom Caravan Salon 2025
Auch in diesem Jahr war der Andrang auf dem Caravan Salon, der weltgrößten Campingmesse, nahezu ungebrochen hoch. An den insgesamt 10 Messetagen, schoben sich 269.000 Besucher durch die Hallen, und das sorgte für das zweitbeste Ereignis in der 64-jährigen Geschichte des Caravan Salons. Über 800 Aussteller aus insgesamt 41 Ländern präsentierten in Düsseldorf ihre neusten Produkte rund um das Thema Camping. Spannende Vorträge, informative Talkrunden und diverse Workshops runden das große Informationsangebot auf der Messe ab.
Inhaltsverzeichnis anzeigen
- Wie steht es um die Campingbranche?
- Vertrauen muss teilweise zurückgewonnen werden
- Wie steht es um die (hohen) Preise?
- Radikale Änderungen bei großen Herstellern
- Hat sich die Qualität verbessert?
- Wohnmobile und Wohnwagen
- Bürstner Habiton – Camper Van mit verschiebbarem Bad
- NEXT 380 – Leichter und günstiger Wohnwagen von Fendt
- Hochwertiger Kastenwagen von Wochner
- Randger – Jedes Wohnmobil ist ein Unikat
- Dethleffs e.home ECO 600
- Überall aufgemotzte Allrad Sprinter
- Niesmann und Bischoff – Ein Liner auf Mercedes Sprinter
- Zubehör
- Starflex – Die Clevere Aufbewahrungslösung
- Die ECTIVE Solarmarkise
- eSIM tauglicher 5G WLAN-Reiserouter
- Egret GTs – Halb Moped, halb E-Scooter
- Hydraulische Hubstützen für 4×4 Fahrzeuge
- Rattelstop – Eine smarte Geschirrtransportlösung
- cookvision – Maximal platzsparendes Kochgeschirr
- Toiletten an fast jeder Ecke
- Sonstiges auf der Messe
- Oh la laqua – Wasser mit natürlichem Geschmack
- Camping Car Park expandiert auch in Deutschland.
- Mein Fazit zum Caravan Salon 2025
Wie steht es allgemein um die Branche, welche in den vergangenen Jahren nicht immer nur geglänzt hat, und was sind die (aus meiner Sicht) Highlights der Messe, wenn es denn überhaupt welche gab? Fallen die Preise wirklich wie teilweise angekündigt und hat sich die Verarbeitungsqualität verbessert?
Vier Tage habe ich den Caravan Salon besucht. Neben einigen Talkrunden in der StarterWelt, welche dieses Mal auf dem Freigelände vor den Hallen 5 und 9 aufgebaut wurde, hatte ich genügend Zeit, die Hallen zu erkunden und nach spannenden Dingen Ausschau zu halten.
In den vergangenen Jahren habe ich mir angewöhnt, solche Veranstaltungen immer ohne zu große Erwartungen etwa bezüglich revolutionärer Neuerungen zu besuchen. Umso mehr freue ich mich dann aber, wenn ich auf der Messe, dann doch Produkte und Dienstleistungen entdecke, wo ich dann im besten Fall denke: Warum ist da nicht schon jemand viel früher draufgekommen?
Ich bin täglich viele Kilometer durch die Messehallen gelaufen, und was ich dabei entdeckt habe, möchte ich dir in diesem Artikel vorstellen. Es handelt sich dabei explizit nicht um einen klassischen Messerundgang, sondern um eine Vorstellung davon, was ich für interessant gehalten habe.
Wie steht es um die Campingbranche?
Als uns vor ein paar Jahren dieses kleine Virus heimgesucht hat, erlebte die Campingbranche einen extremen Boom. Wir erinnern uns sicher alle noch an sehr lange Lieferzeiten und an Fahrzeuge, die teilweise mit Mängelliste an die Kunden ausgeliefert wurden. Das Ganze zu deutlich erhöhten Preisen und leider an nicht wenigen Stellen mit nachlassender Verarbeitungsqualität.
Manche Händler, die in der Zeit auf den Markt kamen, sind bereits wieder verschwunden. Und andere haben sich ein wenig übernommen und kamen in finanzielle Schwierigkeiten und mussten aufgeben, wenn sie nicht anderweitig, etwa durch die Hersteller, gerettet wurden.
Auch manch ein Neucamper hat sein Fahrzeug nach kurzer Zeit wieder zum Kauf angeboten, und gleichzeitig füllten sich die Höfe der Händler mit neuen Fahrzeugen, für welche Kunden gefunden werden mussten. Die Preise für Neufahrzeuge blieben lange Zeit aus diversen Gründen auf einem recht hohen Niveau, aber auch das Angebot an jungen Gebrauchten stieg gleichzeitig an.
Vertrauen muss teilweise zurückgewonnen werden
Lange Lieferzeiten und hohe Preise in Kombination mit nicht immer der besten Verarbeitungsqualität, sorgten berechtigterweise in der jüngsten Zeit für Unmut bei der Käuferschaft. Ausbaden mussten das am Ende die Händler, welche für den Kunden natürlicherweise der erste Ansprechpartner sind. Hier ist an mancher Stelle viel Vertrauen verloren gegangen.
Damit soll jetzt aber Schluss sein. Die Branche hat den Unmut der Kunden erkannt und Besserung versprochen. Die Hersteller und Händler, mit denen ich auf der Messe gesprochen habe, blicken grundsätzlich positiv in die Zukunft. Es wird aber erfahrungsgemäß einige Zeit dauern, bis das Vertrauen der Kunden in die Qualität bzw. in das Preis-Leistungs-Verhältnis für Wohnmobile und Wohnwagen wiederhergestellt ist.
Wie steht es um die (hohen) Preise?
Wer jetzt erwartet hat, dass die Hersteller ihre Fahrzeuge zu niedrigen Konditionen auf den Markt werfen, der irrt. Es gab zwar vereinzelt Aktionen, sodass in dem Angebot bereits einige ansonsten optionale Ausstattungspakete eingepreist sind, aber an manchen Stellen sind solche Sonderangebote auch in der Stückzahl begrenzt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Anstatt die Preise pauschal zu senken, was auch nicht immer möglich ist, gehen einige Hersteller auch den Weg, eine neue Marke zu gründen und damit eine neue Zielgruppe anzusprechen. So machte es etwa Fendt Caravan, die mit ihrer neuen Marke NEXT einen Wohnwagen für unter 19.000 EUR auf den Markt gebracht haben. Oder die Erwin Hymer Group, welche mit CORIGON eine neue Einsteigermarke für Wohnmobile etablieren möchte. Dazu aber später mehr.
Radikale Änderungen bei großen Herstellern
Bei Bürstner, welche ebenfalls zur Erwin-Hymer-Gruppe gehören, räumte der neue Chef Hubert Brandl (vorher bei Niesmann und Bischoff) radikal auf und strich die gesamte Palette auf ein Minimum. Allein bei den Wohnmobilen bedeutete das für 15 Baureihen mit insgesamt 48 verschiedenen Grundrissen das sofortige Ende. Ab jetzt gibt es nur noch die drei Baureihen Papillon, Habiton und Signature. Alkoven und vollintegrierte Wohnmobile wird es bei Bürstner nicht mehr geben.
Hymer nennt das “Bürstner Reloaded” aber man könnte auch sagen: “Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit” und daher sind solche (wenn auch manchmal radikalen) Neuausrichtungen aus meiner Sicht der absolut richtige Weg, um dauerhaft bestehen zu können. Hinzu kommt, dass Bürstner gleichzeitig einen 6 Meter Kastenwagen mit Einzelbetten und verschiebarem Badezimmer inkl. freier Toilettenwahl vorgestellt hat und damit auf die Kundenwünsche eingeht. Also Veränderung und Innovation zusammen, was für einen so großen Hersteller wirklich etwas Besonderes ist.
Was die eigentlichen Preise anging, so konnte ich insgesamt aber keine nennenswerten Rabatte bzw. Preissenkungen im großen Stil feststellen. Im Bereich der Fahrzeuge im Einstiegs- und mittleren Preissegment waren mir dafür aber auf den Ständen deutlich mehr Verkäufer aufgefallen, die um potenzielle Kunden buhlten.
Hat sich die Qualität verbessert?
Grundsätzlich würde ich sagen ja. Ich habe auf jeden Fall deutlich weniger Qualitäts- und Verarbeitungsmängel in den Fahrzeugen feststellen können. Das war im letzten Jahr um einiges schlimmer, als am ersten Messetag Teile in manchen Fahrzeugen bereits defekt waren, welche nicht selten über 80.000 Euro kosten sollten. Luft nach oben ist aber natürlich trotzdem vorhanden und es empfiehlt sich auch, mal einen Blick unter das Fahrzeug zu werfen.
Die meisten Hersteller scheinen erkannt zu haben, dass sie wieder mehr Qualität liefern müssen und sich manche Patzer der letzten Jahre nicht wiederholen dürfen. Insgesamt war die Stimmung aber,sehr positiv, und das spiegelte sich auch in den Abschlüssen wider, die auf dem Caravan Salon direkt gemacht wurden. So waren die Tische, an denen die Verträge abgeschlossen werden, deutlich gefüllter als im vergangenen Jahr. So zumindest mein Eindruck beim Schlendern durch die vielen Hallen.
Lediglich bei Kabe war ich etwas irritiert von der Aussage eines Verkäufers. In deren Absiko Van 690 LB auf Mercedes Sprinter (4×4) für stolze 169.214 € sah es am Morgen des zweiten Messetages nicht nur chaotisch aus, sondern ein Pushlock vom Oberschrank war defekt und im Bad funktionierte der Schwenkmechanismus nicht mehr.


Als ich einen Verkäufer darauf aufmerksam machte, sagte er: „Egal, das “nur” unser Van, der ist nicht so wichtig“. Alles klar, danke fürs Gespräch.
Wohnmobile und Wohnwagen
Die Auswahl an Wohnmobilen und Wohnwagen auf dem Caravan Salon in Düsseldorf sucht ihresgleichen. Für nahezu jeden Kundenwunsch ist hier etwas mit dabei. Vom Einsteigermodell bis zu großen Fahrzeugen im Wert von über 2 Millionen Euro findet man hier alles, was man sich vorstellen kann. Du findest daher hier nur einen winzigen Auszug von dem, was es auf der Messe zu bestaunen gab.
Bürstner Habiton – Camper Van mit verschiebbarem Bad
Ein Hingucker auf der Messe war sicherlich auch der Habiton von Bürstner auf Mercedes Sprinter. Der Kastenwagen hat ein verschiebbares Badezimmer und ermöglicht dadurch auf nur 6 Metern Gesamtlänge zwei Einzelbetten. Auf Wunsch gibt es den Habiton auch mit einem Aufstelldach.

Für den Umbau wird der Tisch in der Sitzgruppe einfach hochgeklappt, die Sitzbank nach vorn geschoben, und danach kann man das gesamte Badezimmer verschieben. Das Ganze klappte in der Vorführung wirklich einwandfrei und ohne große Kraftanstrengung.


Spannend ist das Konzept auf jeden Fall, auch wenn ich bei der Alltagstauglichkeit mit den im Boden eingelassenen Schienen bei Sand und Dreck noch so meine Zweifel habe. Hier lasse ich mich aber, wie immer, sehr gerne eines Besseren belehren.



Die Toilette wird übrigens unter das Bett auf der Fahrerseite geschoben, sodass sie auch nutzbar ist, wenn das gesamte Badezimmer nach hinten verschoben wurde. Bürstner geht als großer Serienhersteller auch einen ganz neuen Weg, den man sonst nur von kleinen Individualausbauern her kennt. Man kann sich sein Klo selbst aussuchen.
Wo ansonsten immer eine Kassettentoilette gesetzt war und man diese unnötigerweise dann gegen das Toilettensystem der Wahl getauscht hat, kann man jetzt bei Neubestellung zwischen verschiedenen Toilettenarten (Chemie, Trenn, Verschweiß usw.) wählen. Das klingt so banal, aber für einen so großen Serienhersteller wie Bürstner ist ein solcher Schritt eine wirkliche Innovation.
NEXT 380 – Leichter und günstiger Wohnwagen von Fendt
Fendt Caravan reagiert mit ihrer neuen Marke NEXT auf die wachsende Nachfrage nach leichten, kompakten und dennoch komfortablen Wohnwagen. Der NEXT 380 wiegt weniger als 1.000 kg (optionale Auflastung auf 1.100 oder 1.300 kg möglich) und startet bei einem Grundpreis von 18.900 Euro. Trotz des geringen Preises findet man auch hier die hochwertige Verarbeitungsqualität beim Möbelbau und den Polstern von Fendt Caravan wieder.


Der Wohnwagen eignet sich aufgrund seines geringen Gewichts für kompakte Zugfahrzeuge und E-Autos, hat aber dennoch alles mit an Bord, was man für den Urlaub braucht, jedoch ohne unnötige Extras. Ein Schritt, der mir ausgezeichnet gefällt.
Bei einer Gesamtlänge von 5,88 m bietet der NEXT 380 insgesamt 3 Schlafplätze und eine Stehhöhe von 1,98 m. Er hat einen festen Schlafbereich im Bug mit hochwertiger Schaumstoffmatratze und die gemütliche Sitzgruppe, kann man recht einfach zum Bett umbauen.



Die funktionale Küchenzeile mit 2-flammigen Gasherd und gegenüberliegendem 90 Liter Doppeltür-Kühlschrank bietet ausreichend Stauraum, und neben der Gasheizung von Truma, ist auch ein Waschbereich mit WC vorhanden, sodass man auf nichts verzichten muss. Lediglich die Rausfallkanten in den offenen Fächern sollte Fendt noch einmal überarbeiten, weil sie entweder viel zu niedrig oder erst gar nicht vorhanden sind.


Hochwertiger Kastenwagen von Wochner
Die Firma Wochner baut seit 1991 hochwertige Wohnmobile, bevorzugt als Alkoven oder als Teileintegrierte. Das Portfolio wurde um zwei Kastenwagen auf Mercedes Allrad Sprinter erweitert. Die Summiteer gibt es in zwei unterschiedlichen Grundrissen und das alles in der von Wochner gewohnten sehr hochwertigen Verarbeitungsqualität.
Besonders auffällig ist sicherlich der nur 5,93 Meter lange Summiteer RS 6.0, welcher auf 2 Personen ausgelegt ist, jedoch 2 unterschiedliche Schlafmöglichkeiten bietet. Man kann entweder im komfortablen Aufstelldach, oder nach einer kurzen Umbauaktion in der Sitzgruppe im Heck nächtigen.
Das ist besonders im Winter praktisch, wenn es im Ausstelldach trotz Isolierung und Zusatzheizung zu ungemütlich werden sollte. Das Oberstübchen erreicht man übrigens über eine Treppe mit integriertem Stauraum. In den einzelnen Stufen findet sich genügend Platz für Vorräte, Hängematte, Schuhe oder andere Gegenstände.




Im Heck steht eine Sitzgruppe mit zwei Längsbänken zu Verfügung, auf denen man es sich bequem machen und den Ausblick durch die geöffneten Hecktüren genießen kann. Optional kann die Sitzgruppe, wie gesagt, recht einfach auch zum Bett umgebaut werden.



Die Küche mit zwei Induktionsfeldern bietet ausreichend Stauraum und genügend Platz hat man auch im gegenüberliegenden und vollständig aus GFK gefertigten Badezimmer mit stylishen Waschbecken und einer von Wochner eigens entwickelten Trenntoilette. Die Steuerung des Fahrzeugs erfolgt über das in der Wand eingelassene MBUX-System.
Der Preis für das auf der Messe ausgestellte Fahrzeug beträgt 181.000 EURO, was angesichts der sehr hochwertigen Verarbeitung mehr als in Ordnung geht. Besonders dann, wenn man den Preis mal im Verhältnis zu einem der Fahrzeuge eines großen Konzerns mit Sitz in Bad Waldsee sieht.
Randger – Jedes Wohnmobil ist ein Unikat
Die französische Marke Randger wurde von einem Team von Enthusiasten gegründet und hat sich dazu verpflichtet, Fahrzeuge anzubieten, die in Frankreich entworfen und hergestellt werden. Jedes der Modelle ist dabei vom Design her ein Unikat.


Ein besonderer Hingucker war sicherlich neben dem vollständig folierten Allrad Van auf Ford Transit, der nur 5,5 Meter lange N 616 Retro, welcher auf dem Model R550 (Fiat Ducato) basiert.


Ein elektrisches Hubbett und der Umbau der Sitzgruppe, ermöglichen in dem kurzen Fahrzeug sogar Schlafmöglichkeiten für bis zu 4 Personen. Im Heck befinden sich eine Winkelküche und ein Bad mit Dusche. Mit dem Angebot an Stauraum wird es bei 4 Personen in einem so kurzen Fahrzeug natürlich etwas herausfordernd, aber vom Design her ist der N 616 Retro schon MEGA!
Dethleffs e.home ECO 600
Der Hersteller Dethleffs zeigte mit dem e.home ECO 600 den aktuellen Stand seiner Studie für ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Serienfahrzeug, welches ab 2028 verfügbar sein soll. Das Wohnmobil mit Elektroantrieb soll mindestens 400 km Reichweite ermöglichen. Ein kleiner 1,0 l-EcoBoost-Benzinmotor dient als Range Extender und kann die Batterie während der Fahrt kontinuierlich aufladen.


Nicht nur die Antriebsart ist etwas Neues, sondern auch die Wahl der Materialien für den Aufbau. Die Sandwichwand besteht aus Flachsfasern und für die Isolierung verwendet Dethleffs ein Material aus 100 % recycelten PET-Flaschen, was den CO₂-Fußabdruck weiter senkt. Ein sehr spannendes und mutiges Projekt, vor welchem sich andere Hersteller bislang eher scheuen.
Überall aufgemotzte Allrad Sprinter
Auch in diesem Jahr konnte man wieder in vielen Hallen aufgemotzte Mercedes Allrad Sprinter bestaunen. Preislich liegen die Modelle nicht selten deutlich über 250.000 €, und wie es am Ende bei dem ganzen Chichi um die Zuladung vom Sprinter auf Einzelbereifung steht, sollte man am besten nicht genauer hinterfragen.








Dagegen wirken die Fahrzeuge von den großen Serienherstellern wie etwa Hymer oder Euro Mobil fast schon dezent/langweilig.





Vom Preis-Leistungs-Verhältnis her würde ich auf jeden Fall den oben vorgestellten Summiteer RS 6.0 von Wochner bevorzugen.
Niesmann und Bischoff – Ein Liner auf Mercedes Sprinter
Wie auch im vergangenen Jahr war der Arto 88 von Niesmann und Bischoff auf Mercedes Sprinter mit Tandemachser ein wahrer Hingucker. Durch die geraden Linien im Innenraum wirkt der Arto nicht nur riesig, sondern er ist es vom Platzangebot her auch.



Die Wandverkleidung aus natürlichem Akustikfilz sieht nicht nur super aus, sondern sorgt auch für einen tollen Klang. Das Lichtkonzept mit indirekter Beleuchtung und verbauten Bewegungssensoren im Flur und Badezimmer macht wirklich was her. Das Raumbad mit separater Dusche, separater Toilette lässt sich mit einer Glastrennwand zu einem großen Badezimmer umbauen.




Die Küche kann man nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten. Entweder mit Backofen und/oder mit Geschirrspüler, Dunstabzugshaube und vielem mehr.


Die riesige Schrankwand bietet bereits sehr viel Platz und im Heck befindet sich zusätzlich eine riesengroße Garage. Damit aber noch nicht genug, denn unter den Sitzbänken sowie unter dem Bett befinden sich weitere Aufbewahrungsmöglichkeiten für Kleidung, oder Vorräte, und wem das weiterhin nicht reicht, der kann auch auf den Platz im Doppelboden zurückgreifen.
Lediglich bei der technisch zulässigen Gesamtmasse von (nur) 5,5 Tonnen auf dem Mercedes Sprinter muss man ein wenig aufpassen. Zwar wiegt der Arto 88 im fahrbereiten Zustand nur 3859 Kilo, aber beim Konfigurieren wird man schnell merken, dass die Sonderausstattung einiges an Gewicht benötigt. Je nachdem, wie man sich den Arto 88 konfiguriert, schwinden die verbleibenden 1423 kg relativ schnell dahin. Beim Thema Gewicht geht Niesmann und Bischof in seinem Konfigurator aber einen sehr transparenten Weg, sodass es nicht zu bösen Überraschungen kommen sollte. Verarbeitungstechnisch und optisch ganz großes Kino und einer aus meiner Sicht schönsten Liner auf der gesamten Messe.
Zubehör
Sehr spannend finde ich immer die große Halle 3, wo man eine gigantische Auswahl von Zubehör findet, sowie die Hallen 13 und 14 für Technologie und Komponenten, sowie das Freigelände. Hier sollte man sich wirklich genügend Zeit nehmen und bei jedem Stand genau hinschauen, denn es gibt viel zu entdecken.
Starflex – Die Clevere Aufbewahrungslösung
Neben Regalsystemen aus Aluminium, die man sich auch sehr einfach und kostengünstig selbst herstellen kann (siehe meine Anleitung), bieten sich auch Airlineschienen an, um Ordnung in der Heckgarage zu schaffen. Das aus Norwegen stammende Unternehmen Starflex hat aber nicht nur eine neue und sehr clevere, sondern vor allem eine flexible Aufbewahrungslösung entwickelt.


Die Basis des gesamten Starflex-Modulsystems sind die Modulschienen aus Aluminium, an welchen man mit wenigen Handgriffen Aufbewahrungsboxen, Eurobox-Halter, Teleskoprohre, Fahrradhalter, Aufhängehaken und noch vieles mehr je nach Bedarf befestigen kann.
Das wirklich Geniale ist aus meiner Sicht die sehr hohe Flexibilität des gesamten Starflex-Systems. Man muss lediglich die in vier unterschiedlichen Längen (205, 335, 660 und 990 mm) verfügbaren Modulschiene(n) an die Wand schrauben und/oder kleben, welche auch problemlos zugeschnitten werden können. Eine optionale Decken- und Bodenbefestigung kommt dann zum Einsatz, wenn eine Wandbefestigung der Schienen nicht möglich, oder stabil genug ist.


Der Abstand zwischen den Befestigungslöchern beträgt jeweils 65 mm und dort werden dann die unterschiedlichen Halterungen eingehängt und auf Wunsch zusätzlich gesichert. Je nach Reiseland und Jahreszeit, kann man dann seine Heckgarage dank Starflex mit wenigen Handgriffen umbauen. So kann man etwa an den Equipment-Haken im Sommer seine Paddel oder die Angel und im Winter seine Ski oder das Snowboard unterbringen.


Neben den Teleskopstangen, mit denen man Tisch und Stühle etwa an der Decke bzw. unter dem Bett verstauen kann, finde ich den Eurobox-Halter besonders praktisch. Dieser Rahmen wurde speziell für Euroboxen entwickelt und hier muss man die Box nur um 1 cm anheben, um sie bequem mitzunehmen oder gegen eine andere Eurobox auszutauschen. Das System ist in Deutschland über den Shop der Firma AOBAU aus Rösrath bei Köln zu beziehen.
Die ECTIVE Solarmarkise
Eine echte Neuerung auf dem Caravan Salon war sicherlich die Solarmarkise für Wohnmobile und Wohnwagen von Ective, welche bisher ungenutzte Flächen in eine regenerative Stromquelle umwandelt. Die um 360°-rollbaren CIGS-Solarzellen liefern selbst bei wechselndem Licht noch Energie.


Auf einer Fläche von 3 Metern Breite und 2,5 Metern Tiefe können bis zu 380 Watt Solarenergie erzeugt werden. Die Markise wiegt knapp 40 Kilogramm, fährt elektronisch ein und aus und soll für rund 3000 EUR ab Anfang nächsten Jahres auf dem Markt verfügbar sein.
Haggi und Dirk aus dem Team Weigl Nutzfahrzeuge haben die Markise schon seit einiger Zeit am Van (zu sehen auf dem Freigelände) im Einsatz und haben mir glaubwürdig versichert: Das Teil funktioniert einwandfrei und die Markise wurde auch ohne Probleme bereits über 3000 Mal aus- und eingefahren, ohne dass die Solarzellen irgendeinen Schaden genommen, oder an Leistung verloren haben.




Bis dato war ich kein so großer Freund von Markisen an unseren Fahrzeugen, aber diese Lösung finde ich mehr als interessant. Und so ganz nebenbei, zeigt Ective dann mit der LC-S LT auch noch eine Untersitz Lithiumbatterie mit 700 Ah! Es ist doch immer wieder faszinierend, was heutzutage so alles technisch möglich ist.
eSIM tauglicher 5G WLAN-Reiserouter
Die eSIM wird auch im Ausland für die Prepaidkarten immer wichtiger und erleichtert die Beschaffung ungemein. Jedoch hat keiner der großen Hersteller von Netzwerkkomponenten wie Netgear oder Caratec einen mobilen Router mit eSIM-Unterstützung im Angebot. Der Caravan Salon ist aber immer wieder für eine Überraschung gut, und eher zufällig entdecke ich in Halle 13 am Stand von Cello den CL160-DE, einen eSIM tauglichen und portablen 5G-WLAN-Router.


Ohne ihn bezüglich seiner Empfangsqualität und Benutzeroberfläche testen zu können, machte er einen guten ersten Eindruck. Akku- oder Netzbetrieb, 5G, WiFi 6, 2,4 GHz und 5 GHz Dualband, USB-C & 12 Volt, SIM‑ & eSIM‑tauglich. Was will man mehr! Ein Test ist bereits in Planung.
Egret GTs – Halb Moped, halb E-Scooter
Auf dem Freigelände konnte man auch wieder E-Scooter probefahren, und neben dem kompakten Egret Pro FX mit seinen faltbaren Lenkerenden, welche ein extrakompaktes Faltmaß ermöglichen, hat mir der mit 29 kg (ohne Akku) recht leichte Egret GTs besonders gut gefallen.


Hierbei handelt es sich um eine Mischung zwischen Moped und E-Scooter, und das natürlich mit Straßenzulassung. Der GTs verfügt über einen höhenverstellbaren Sitz, was ihn besonders für längere Strecken komfortabel macht, und der Elektromotor mit 1.890 W Spitzenleistung ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h.


Die Probefahrt hat mir auf jeden Fall nach wenigen Sekunden bereits ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Der GTs beschleunigt aus dem Stand wie eine Rakete und die hydraulischen Scheibenbremsen bringen einen auch bei hohen Geschwindigkeiten wieder sicher zum Stehen.
Er verfügt wie mein Egret Pro (Testbericht) über den integrierten Diebstahlschutz und den sehr praktischen Gepäckträger. Neben einem Schnellwechsel-Akkusystem sind noch viele technische Raffinessen, etwa „Apple Find My“, NFC-Entsperrfunktion, USB-C Ladebuchse oder ein Vollfarb-TFT Display vorhanden. Das alles natürlich in der von Egret gewohnten sehr hochwertigen Verarbeitungsqualität mit Made in Germany!
Hydraulische Hubstützen für 4×4 Fahrzeuge
Kastenwagen liegen weiterhin hoch im Kurs und besonders in den vergangenen zwei Jahren hat das Angebot für die Allradvariante auf Mercedes Sprinter stark zugenommen. Allein schon aus optischen Gründen ist ein 4×4 Fahrzeug bei den Kunden sehr beliebt. Durch die erhöhte Bodenfreiheit gab es aber bei hydraulischen Hubstützen recht wenig Optionen auf dem Markt, was sich jedoch jetzt ändern soll.
Der Hersteller E&P stellte auf dem Caravan Salon sein neues Hubstützensystem LevelM Pro 4×4 vor, mit welchem man trotz Offroad-Fahrzeug nicht auf den Komfort von Hubstützen verzichten muss. Die Stützen fahren so weit ein, dass sie nicht mehr der tiefste Punkt unter dem Fahrzeug sind, was ja bei der gewünschten Bodenfreiheit eher kontraproduktiv wäre.


Extralange Hydraulikzylinder, die eine maximale Bodenfreiheit ermöglichen (280 mm statt 140 mm), sorgen dafür, dass auch ein 4×4 Fahrzeug mit der vollautomatischen Nivellierung stabil und waagerecht stehen kann.



Aktuell ist das 56 Kilogramm schwere System exklusiv nur für Yucon-Campervans auf Basis des Mercedes-Benz Sprinters VS30 4×4 Chassis erhältlich und das max. zul. Gesamtgewicht des Fahrzeugs darf 4250 kg nicht überschreiten. Bei dem Eigengewicht und der Einschränkung des Gesamtgewichts vom Fahrzeug, ist das System noch nicht perfekt, aber wir bewegen uns damit auf dem richtigen Weg.
Rattelstop – Eine smarte Geschirrtransportlösung
Welcher Camper kennt das nicht: Geschirr und Gläser klappern bei unebenen Straßen und fallen im schlimmsten Fall sogar aus dem Schrank. Natürlich gibt es hier magnetische Halterlösungen auf dem Markt, aber die haben den Nachteil, dass man auch die passenden Teller und Gläser kaufen muss, und die sind nicht gerade günstig. Die deutlich günstigere Lösung ist der Klemmmechanismus mit dem Namen RATTLESTOP.


Durch den verstellbaren Klemmmechanismus passen sich die Boxen den unterschiedlichsten Tellergrößen, Glasformen usw. an. Egal ob Melanin, Glas oder Porzellan, all eure „Schätzchen“ werden so vor Bruch und eure Nerven vor dem Klapper-Kollaps geschützt.



Es wird auch “nur” die Klemmen (ohne Holzgehäuse) für um die 10 € im Shop zu kaufen geben, sodass man diese auch direkt in den Schrank am Boden und/oder der Decke befestigen kann.
cookvision – Maximal platzsparendes Kochgeschirr
Töpfe und Pfannen können in der ohnehin kleinen Küche im Wohnmobil oder Wohnwagen viel Platz wegnehmen. Wie praktisch, dass es ein hochwertiges und stapelbares Kochsystem wie die Serie nesto von cookvision gibt. Die Verarbeitung hat mir insgesamt so gut gefallen, dass ich am liebsten ein Set im Wohnmobil und eins in der heimischen Küche haben möchte.
Die Serie nesto ist so entwickelt, dass alle Töpfe und Pfannen ineinanderpassen und stapelbar sind, ohne dabei merkbar an Höhe zuzunehmen. Es gibt sechs Töpfe von 1,3 bis 5,1 Liter, passende Topfdeckel, acht Pfannen (20, 24 und 28 cm Ø) in verschiedenen Ausführungen und Höhen sowie dazu passende Pfannendeckel.





Die Deckel verfügen immer über einen seitlichen Dampfauslass und sind dichtschließend, was nicht nur ein energiesparendes Kochen ermöglicht, sondern auch für die Aufbewahrung von Speisen im Kühlschrank vorteilhaft ist.
Die Verarbeitung hat mich ebenso begeistert, wie der patentierte Griff, dessen Verschluss man mühelos und intuitiv mit einer Hand zu bedienen kann. Die kleinen Silikongriffe für Töpfe und Pfannen sind ebenso praktisch wie der magnetische Untersetzer. Natürlich sind alle Teile spülmaschinenfest und die Töpfe und Pfannen können auf Elektro, Gas, Keramik und Induktion verwendet werden.
Toiletten an fast jeder Ecke
Alternativen zur klassischen Kassettentoilette gibt es sehr viele auf dem Markt. Ob nun Trenn-, Kompost-, Verschweiß– oder Verbrenner-Toilette, für jeden ist heute etwas mit dabei.



Clesana, der Platzhirsch unter Verschweiß-Toiletten, stellte seine mobile X1 vor, welche mit einem wechselbaren Akku betrieben werden kann und rund 1000 Euro kosten soll. ToMTuR, von denen ich die Trenntoilette OGO im Blog bereits vorgestellt habe, bringen jetzt mit der LooSeal ELITE ebenfalls eine Verschweißer-Toilette zum Festeinbau und mit der LooSeal EVO mobile Verschweißer-Toilette auf den Markt, welche jedoch deutlich günstiger zu haben sind. Trelino hat seine bewertete Trenntoilette Timber mit der D’Luxe veredelt.
Immer mehr Hersteller (siehe Bürstner) und Ausbauer von Fahrzeugen haben auf jeden Fall erkannt, dass es immer mehr Kunden gibt, die eine Alternative zur klassischen Kassettentoilette wünschen, und bieten diese auch teilweise direkt ab Werk an. Ein Schritt, den ich sehr begrüße, weil man so nicht unnötig eine neue Toilette aufwendig ausbauen und entsorgen muss, wenn man eine alternative Form bevorzugt.
Sonstiges auf der Messe
Es gibt natürlich noch viele Dinge, die mir auf der Messe so aufgefallen sind, die weder in die Kategorie Fahrzeuge noch in die Kategorie Zubehör passen. Hier mal ein zwei Beispiele.
Oh la laqua – Wasser mit natürlichem Geschmack
Der Stand von Fendt Caravan ist immer wieder für eine kleine Überraschung gut. In diesem Jahr stand hier Andreas Meyer, der Gründer von Oh la laqua. Hierbei handelt es sich um Zusätze für Wasser, und das Ganze ist aus 100% natürlichen Zutaten, ohne Zucker und ohne Süßstoffe.

Einfach den Inhalt eines Stickpacks in einen halben Liter Mineral- oder Leitungswasser – mit oder ohne Kohlensäure – geben und fertig ist dein Wasser mit einem sanften Geschmack. Man kann zwischen 20 verschiedenen Geschmacksrichtungen wählen. Von Gurke & Minze, über Pfirsich- und Orangenblüte, und Grapefruit mit Rosmarin, bis zum Klassiker Waldmeister ist hier sicher für jeden etwas dabei.
Für die Freunde des koffeinhaltigen Heißgetränks hat Andreas auch entsprechende Flavors im Shop, welche deinen Kaffee ohne Zucker, ohne Süßstoffe und ohne Farbstoffe etwas aufpimpen. Natürlich ist es günstiger, sich etwa eine Gurke, etwas Minze oder Ingwer im Supermarkt zu kaufen. Aber für unterwegs sind die kleinen Stickpacks auf jeden Fall genial.


Wer sich bei den vielen Geschmackssorten noch etwas unsicher ist, kann zu einem Starter bzw. Probierpack greifen. Mit dem Rabattcode “CampingFamily15” erhältst du 15% auf eine Bestellung im Onlineshop. Probier es einfach mal aus und lass dich von den verschiedenen Geschmackssorten überraschen, und wenn es am Ende dazu beiträgt, dass du mehr Wasser mit Gemüse anstatt fertige Säfte mit Geschmacksverstärkern und Zucker trinkst, ist das auch super.
Camping Car Park expandiert auch in Deutschland.
Als wir im Sommer 2022 in Frankreich (Reisebericht) unterwegs waren, haben wir uns über den Stellplatzbetreiber Camping Car Park sehr gefreut (Erfahrungsbericht). Der französische Anbieter betreibt in Frankreich Hunderte Wohnmobilstellplätze, welche rund um die Uhr vollautomatisch zugänglich sind.

Wer kennt das nicht? Nach einem Tagesausflug möchte man abends einen Stellplatz anfahren, um dort entspannt zu übernachten. Bei der Ankunft muss man aber feststellen, dass bereits alle Plätze belegt sind. Die Enttäuschung ist dementsprechend groß und man muss sich um einen anderen Übernachtungsplatz bemühen und im schlimmsten Falle noch viele Kilometer fahren.
Wie praktisch wäre es gewesen, wenn man im Vorfeld online hätte nachsehen können, ob noch ein Platz frei ist, und diesen sogar hätte reservieren können? Das alles ist mit Camping Car Park über die App möglich.
Einfach die App öffnen, gewünschten Stellplatz aussuchen, Verfügbarkeit prüfen und, wenn gewünscht, reservieren. In der App wird ein persönlicher Zugangscode erzeugt, welcher dann die Schranke zum Stellplatz öffnet.
Für die Vorabreservierung wird lediglich ein sogenannter PACK’PRIVILÈGES benötigt, welcher lediglich 29 Euro im Jahr kostet. Dafür hat man seinen Platz auf jeden Fall zu 100 % sicher und das Ganze kann sich je nach Region, wie bei uns damals in Frankreich, mehr als lohnen. Mit diesem Zusatzpaket kann man den Platz auch während seines Aufenthaltes unbegrenzt wieder verlassen, ohne dass dieser neu belegt werden kann. Eine kostenlose Stornierung bis 48 Stunden vor der Buchung ist ebenfalls möglich.



Die Stellplätze verfügen immer über einen Stromanschluss (Flat) sowie eine Ver- und Entsorgungsstation und die Kosten dafür sind bereits im Preis inklusive. Man kann die Plätze aber auch für bis zu 5 Stunden nutzen, um seine Batterien wieder aufzuladen, Grauwasser zu entleeren und Frischwasser wieder aufzutanken, und zahlt dafür lediglich 6 Euro.
Der Camping Car Park expandiert gerade fleißig und bietet in Deutschland aktuell schon acht Plätze an. Einer davon liegt etwa in Bad Sachsa im Harz, wo Wohnmobilstellplätze ohnehin mangelbar sind. Der Anbieter plant, 10 bis 15 Plätze pro Jahr in Deutschland zu eröffnen. Ich finde das Prinzip absolut genial und freue mich, dass weitere Stellplätze auch in Deutschland hinzukommen werden.
Mein Fazit zum Caravan Salon 2025
Die gigantische Zahl von fast 270.000 Besuchern zeigte, dass Camping (in all seinen Facetten) weiterhin sehr beliebt ist. Der Caravan Salon ist aus meiner Sicht die perfekte Messe, um sich bestmöglich über das Angebot an Wohnwagen, Wohnmobilen, Zelten, Zubehör und vielem mehr aus dem großen Bereich des Campings zu informieren.
Auch wenn man zum Beispiel schon genau weiß, dass es ein Kastenwagen werden soll, welcher maximal 6 Meter lang und nicht teurer als x Euro sein soll, hat man auf dieser Messe die größte Auswahl an Fahrzeugen überhaupt.
Kein Händler, und sei er noch so groß, kann eine so große Auswahl an Fahrzeugen vorhalten, in denen man sich frei bewegen und sich über die verschiedenen Grundrisse und Verarbeitungsqualitäten einen eigenen Eindruck verschaffen kann.
Auch wenn man sich kein neues Wohnmobil oder einen Wohnwagen zulegen möchte, eignet sich der Caravan Salon hervorragend, um sich über Neuerungen etwa im Bereich des Zubehörs zu informieren. Denn davon kann man eigentlich nie genug haben 🙂
Der Branche geht es insgesamt sehr gut und ja, an manchen Stellen muss Vertrauen wiederhergestellt werden. Und ja, auch an manchen Stellen muss sich die Qualität noch weiter verbessern. Aber dennoch sind hier alle Beteiligten aus meiner Sicht auf einem richtigen und guten Weg.