Gasfreies Wohnmobil – Ein Erfahrungsbericht
Immer mehr Camper wünschen sich aus den unterschiedlichsten Gründen ein gasfreies Wohnmobil. Ob das Sinn ergibt und wie sich ein Verzicht auf Gas in den unterschiedlichen Jahreszeiten auf unseren Reisen bemerkbar gemacht hat, erfährst du in diesem Erfahrungsbericht.
Inhaltsverzeichnis anzeigen
- Gasversorgung im Wohnmobil
- Gas ist ein sehr effizienter Energieträger
- Wo im Reisemobil überall Gas eingesetzt wird
- Gas ist immer noch eine sehr kostengünstige Energiequelle
- Rechenbeispiel für den Heizungsbetrieb auf Strom oder Gas
- Gas im Wohnmobil ist gefährlich
- Warum also ein gasfreies Wohnmobil?
- Ein Wohnmobil auf gasfrei umrüsten
- Erfahrungen mit einem gasfreien Wohnmobil
- Die Verbraucher sind entscheidend
- Auf die Batteriekapazitäten kommt es an
- Erneuerbare Energien eignen sich optimal
- Gas nicht nur als Backup dabei
- Unser Fazit zum gasfreien Wohnmobil
Gasversorgung im Wohnmobil
Die meisten Wohnmobile sind von Werk aus zwei Gasflaschen zu je 11 kg ausgestattet. Dabei hat man die Wahl zwischen gängigen Tauschflaschen aus Stahl oder Aluminium, oder Gastankflaschen bzw. Gastanks, die man (je nach Land und Rechtslage) an der Tankstelle mit LPG selbst befüllen kann.

Gas ist ein sehr effizienter Energieträger
Einer der Gründe, warum die meisten Reisemobile immer noch vorrangig mit Gas betrieben werden, ist neben den geringen Anschaffungskosten für diesen Energiespeicher auch die sehr hohe Energiedichte von Flüssiggas.
| Heizwert | Brennwert | |
|---|---|---|
| Propan | 12,87 kWh/kg | 13,98 kWh/kg |
| Butan | 12,70 kWh/kg | 13,75 kWh/kg |
Eine handelsübliche 11 kg Propangasflasche bietet somit rein rechnerisch 153 kWh an Energie. Während eine gängige 90 Ah Lithium-Batterie (Ah x V ÷ 1000) im einfachen Vergleich auf lediglich 1,08 kWh kommt. Sollte es sich bei der Batterie dann noch um eine AGM oder Blei/Gelbatterie handeln, halbiert sich das Ganze auf nur noch 0,54 kWh, weil man diese Batterietypen, um die Zellen nicht zu beschädigen, nur bis zur Hälfte entladen sollte.
Wo im Reisemobil überall Gas eingesetzt wird
Aufgrund der hohen Energiedichte von Gas werden damit verständlicherweise die energieintensivsten Verbraucher betrieben. Angefangen von der Heizung und Warmwasserversorgung, über den Absorber-Kühlschrank, bis hin zum Gaskochfeld bzw. Gasgrill.

Gas ist immer noch eine sehr kostengünstige Energiequelle
Bei den meisten Verbrauchern macht es bei der eigentlichen Anschaffung kaum einen preislichen Unterschied, ob diese für den Betrieb mit Gas oder rein mit Strom bzw. bei den Heizungen mit Diesel ausgelegt sind. Bei den Induktionskochfeldern lässt sich jedoch einiges an Geld sparen, weil man hier nicht mehr auf spezielle Hersteller aus dem Campingsegment angewiesen ist.
Es geht bei den Kosten also eher um die Energiequelle beziehungsweise den Energiespeicher als um die jeweiligen Verbraucher. Die Anschaffungskosten für eine elf Kilo Propangasflasche sind mit ca. 50 € im Gegensatz zu entsprechend großen Aufbaubatterien (bevorzugt Lithium) zu vernachlässigen, und trotz gestiegener Energiepreise ist Gas weiterhin eine preiswerte Energiequelle.
Rechenbeispiel für den Heizungsbetrieb auf Strom oder Gas
Mitte Mai 2026 bezahlte man in Oldenburg bei Hornbach 30,55 € für die 11 kg Propangasflasche (im Tausch) und das ergibt dann 2,78 € pro Kilo. Der Heizwert von Propan beträgt 13 kWh pro Kilogramm. Auf dem Campingplatz Falkensteinsee nahe Oldenburg kostet der Strom 0,70 €/kWh.
Für die 13 kWh Heizleistung pro Kilo zu je 2,78 € aus der Propangasflasche müsste man 9,10 € an Stromkosten bezahlen. Gas wäre hier also deutlich günstiger. Man sollte den Strom also bestmöglichst selbst erzeugen, aber dazu kommen wir später noch.
Gas im Wohnmobil ist gefährlich
Besonders bei Campingneulingen hält sich hartnäckig das Vorurteil, dass Gas im Wohnmobil und Wohnwagen sehr gefährlich sein könnte. Auch wenn dank Crashsensoren, Schlauchbruchsicherungen und gesetzlicher Gasprüfung solche Unfälle außergewöhnlich selten vorkommen, handelt es sich hierbei um ein leicht entzündliches und natürlich auch hochexplosives Gemisch.
Selbstverständlich sollte die Gasinstallation und jegliche Änderungen an der Gasanlage nur durch einen Fachmann erfolgen. Ein Rauch beziehungsweise Gasmelder* erhöht die Sicherheit im Fahrzeug zusätzlich und sollte daher immer verbaut werden.

Natürlich kann es aus diversen Gründen im Fahrzeug zu einem Brand kommen und zwei gefüllte Gasflaschen sorgen hierbei auch für ein erhöhtes Risiko, aber der eigentliche Brandauslöser ist oftmals etwas ganz anderes. So kann selbst eine hochwertige und vollständig abgewickelte Kabeltrommel ein solcher Auslöser sein, wie es Dagmar und Markus vor ein paar Jahren passiert ist. Den vollständigen Bericht zu dem Brand könnt ihr hier im Blog nachlesen.
Nicht selten sind es elektronische Bauteile oder zu geringe Kabelquerschnitte, die zu einem Brand führen. Die eigentliche Nutzung von Gas im Wohnmobil kann man daher eher als sicher bezeichnen, aber ganz ausschließen kann man es natürlich am Ende auch nicht.
Warum also ein gasfreies Wohnmobil?
Wenn doch Gas eine so hohe Energiedichte hat, dabei auch noch “relativ” günstig ist und allgemein als sicher bezeichnet werden kann, warum sollte man denn darauf verzichten wollen?
Die Gründe sind natürlich sehr vielfältig, und trotz aller Argumente beim Thema Sicherheit kann am Ende ein schlechtes Bauchgefühl bestehen bleiben, was wiederum zu unruhigen Nächten führen kann.
Neben der Sicherheit ist es aber wohl eher die Versorgungslage und damit meine ich nicht die weltweiten Gasvorkommen, sondern die unterschiedlichen Gasflaschen und Anschlüsse im Ausland. Eine deutsche Gasflasche im Ausland zu tauschen, ist ein sehr schwieriges Unterfangen und kann einem den letzten Nerv rauben. Es geht hierbei also eher um die Bequemlichkeit beim Reisen.
Tankflaschen oder Gastanks zu befüllen, ist teilweise aufgrund von unterschiedlichen Rechtslagen auch nicht immer so einfach, wie man es sich beim Einbau wohl erhofft hatte. Hinzukommt, dass es auch nicht in jedem Land entsprechende LPG-Tankstellen gibt.

Zwei Gasflaschen benötigen auch noch einiges an kostbarem Stauraum, den man bevorzugt in kleineren Fahrzeugen gerne für etwas anderes nutzen möchte.
Warum also nicht komplett auf Strom umsteigen, der ließe sich im besten Fall mit einer Solaranlage und während der Fahrt auch durch die Lichtmaschine vom Fahrzeug selbst erzeugen. Besonders die erneuerbaren Energien sind doch eine geniale Lösung und sorgen für entsprechende Unabhängigkeit.
Ein Wohnmobil auf gasfrei umrüsten
Die mit Abstand aufwendigste und teuerste Ausgangssituation für ein gasfreies Wohnmobil ist der Umbau einer bestehenden Gasanlage. Hier müssten ein Großteil der in den meisten Fällen noch voll funktionstüchtigen Komponenten ersetzt werden.
Gasheizung durch Dieselheizung ersetzen und das evtl. zuzüglich eines Warmwasserbereiters. Tausch des Gaskochfeldes gegen Induktion, was in der Regel eine Anpassung der Küchenzeile notwendig macht. Wechsel von einem Kühlschrank mit Absorbertechnologie auf Kompressor. Aufrüstung der bestehenden Batteriekapazitäten und Erweiterung der Solaranlage. Nachrüstung eines Ladeboosters und im gesamten Fahrzeug muss gegebenenfalls die Elektroverkabelung angepasst werden.
Sich bei einem neuen beziehungsweise sich in der Bauphase befindenden Wohnmobil für eine gasfreie Variante zu entscheiden, ist daher deutlich einfacher und am Ende auch günstiger.
Erfahrungen mit einem gasfreien Wohnmobil
Unser aktuelles Wohnmobil vom Ausbauer Wilde aus Goslar ist von Werk aus bereits gasfrei. Der Hersteller baut ausschließlich gasfreie Fahrzeuge, sodass wir hier gar keine Wahl hatten und das ist manchmal angenehm, wenn einem die Entscheidung abgenommen wird.
Das Fahrzeug haben wir jetzt ein Jahr und waren damit auch zu jeder Jahreszeit und nicht so schönen Wetterbedingungen unterwegs. Finnland im Sommer, Island im Herbst, Österreich im Winter und erneut Finnland im noch recht kalten Frühjahr. Somit ist es jetzt mal an der Zeit ein Fazit zu ziehen.


Ein System von Victron sorgt mit MultiPlus II (Wechselrichter/Ladegerät), Cerbo GX, Solarladeregler, DC/DC-Wandler, Ladebooster usw. im Zusammenspiel mit drei LiFePo4 Batterien (insgesamt 900 Ah) und einer 820 Watt Solaranlage (zumindest auf dem Papier) für genügend Energie.
Die Verbraucher sind entscheidend
Logischerweise trägt dein Stromverbrauch maßgeblich dazu bei, ab wann die Batterien leer sind und wieder neue Energie benötigt wird. Permanente (größere) Verbraucher sind bei uns etwa der Kompressorkühlschrank von Dometic und eine zusätzliche Kompressor-Kühlbox von Maentum.
Dann gibt es noch die vielen kleinen Gerätschaften, welche in der Summe aber auch einiges an Energie benötigen. Etwa ein WLAN-Router, Echo Dot, Videokamera, diverse Kleingeräte wie Tablet, Smartphone, Staubsauger und vieles mehr. 1,5 Ampere hier, 2,3 Ampere da und so weiter. Am Ende läppert sich hier bezüglich des Stromverbrauchs einiges zusammen. Wobei wir hier fairerweise gesagt, diesen Stromverbrauch auch in einem Wohnmobil hätten, welches noch primär Gas als Energiequelle verwendet.
Heizen und Kochen benötigen viel Energie
Zum Heizen des Wohnraums kommt Strom eigentlich nicht infrage, außer man hängt am Landstrom. Abseits der externen Steckdose bleibt daher nur die Dieselheizung als Alternative übrig. Großer Vorteil ist hierbei natürlich, dass man die eigentliche Energiequelle ohnehin immer dabei hat.
Unsere Dieselheizung von Eberspächer erzeugt “nur” warme Luft im Innenraum und in der Heckgarage und hat mit der Wasserversorgung nichts zu tun. Eine elektrische Fußbodenheizung (350 W) ist zwar zusätzlich eine sehr angenehme Sache, aber aufgrund ihres Stromverbrauchs natürlich nicht permanent einsetzbar.
Für die Warmwassererzeugung kommt daher ein ausschließlich mit Strom betriebener 10-Liter-Warmwasserbereiter (1500 W) zum Einsatz. Vorteil, die sehr schnelle Aufheizzeit und so kann nach weniger als 10 Minuten bereits geduscht werden. Der Boiler hängt an einer smarten Steckdose, welche ich auch per Sprache über einen Amazon Echo Dot steuern kann. Eine kleine Automatisierung innerhalb der Alexa Smarthome-Welt sorgt dafür, dass der Boiler automatisch nach den programmierten 15 Minuten wieder ausgeschaltet wird. Eine nette Spielerei, die aber hilft, Strom zu sparen.
In diesen 15 Minuten verbraucht der Warmwasserbereiter ca. 375 W/h, was wiederum ca. 31 Ah entspricht. Die Menge an heißem Wasser reicht aus, dass zwei Personen entspannt duschen können und danach noch genügend warmes Wasser für den Abwasch übrig ist.


Gekocht wird auf einem 2-Zonen-Induktionskochfeld und die Felder haben eine Leistung von je 1900 Watt. Um einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen, benötigt man etwa 5 Minuten auf höchster Stufe. Das sind ca. 160 W/h, was wiederum ca. 13 Ah entspricht.
Die volle Leistung des Induktionskochfelds wird in der Praxis nur benötigt, um Wasser zum Kochen zu bringen. Bei den meisten anderen Kochvorgängen ist man eher im unteren bis mittleren Bereich unterwegs. Das hängt aber natürlich alles immer vom Umfang des zubereiteten Gericht ab.
Die Verlockung ist groß
Wenn man ein Fahrzeug mit einem entsprechenden Stromsetup besitzt, ist die Verlockung recht groß, diverse elektronische kleine Helferlein aus dem Heimbereich einzusetzen. Angefangen beim Toaster, über einen Sandwichmaker und den Kaffeevollautomaten, bis zur praktischen Heißluftfritteuse. Wenn genügend Strom (230V) zur Verfügung steht, sehe ich auch keinen Grund darauf zu verzichten.
Auf die Batteriekapazitäten kommt es an
Wenn man vollständig auf Strom angewiesen ist und nicht nur auf Campingplätzen mit Stromanschluss steht, benötigt man entsprechend große Batteriekapazitäten, damit einem nicht zu schnell das Licht ausgeht. Bei uns sind es drei LiFePo4 Batterien mit insgesamt 900 Ah Speicherkapazität.
Das klingt auf den ersten Blick sehr viel, wenn man davon ausgeht, dass den meisten Wohnmobilen noch AGM-Batterien mit 90 Ah (45 Ah nutzbar) unter dem Fahrersitz verbaut sind. Ist man jedoch (bis auf die Heizung) vollständig auf Strom angewiesen, dann sind auch 900 Ah nicht mehr soooo viel.

Wie lang man mit seiner Batteriekapazität abseits der Landstromsteckdose (Stichwort Autarkie) auskommt, hängt selbstverständlich von der Anzahl, der Nutzungszeit und dem Strombedarf der jeweiligen Verbraucher ab.
Ein weiterer Faktor ist aber auch, ob über den Tag hinweg neue Energie erzeugt werden kann oder ob etwa im Winter über die Solaranlage keine nennenswerte Stromerzeugung möglich ist. Als groben Richtwert würde ich im Winter (Solarertrag gegen null) bei uns 4-5 Tage Standzeit angeben, ohne dass wir uns nennenswert einschränken müssen.
Erneuerbare Energien eignen sich optimal
Auf dem Dach unseres Wohnmobils ist eine Solaranlage mit 820 Watt Maximalleistung montiert und im Sommer sind die Batterien daher gegen Mittag bereits wieder voll aufgeladen. Voraussetzung hierfür ist aber natürlich nicht nur, dass die Sonne scheint, sondern dass man auch mit dem Fahrzeug in der Sonne also nicht im Schatten steht.
Wer im Sommer der Wärmeentwicklung im Fahrzeug entgegenwirken möchte, stellt sich oftmals bewusst in den Schatten. Dadurch kann aber weniger bis keine Energie über die Solaranlage erzeugt werden. Hier würde eine Solartasche beziehungsweise ein Solarkoffer helfen.

Solche mobilen Energieerzeuger können sehr nützlich sein, weil man sie gezielt zur Sonne ausrichten und auch im Schatten stehen kann und sie helfen einem im Herbst und Winter, wenn die Sonne viel zu tief steht. Sie eignen sich jedoch in der Regel eher nur für einen längeren Aufenthalt etwa auf einem Campingplatz.
Die Energieerzeugung über die eigene Solaranlage ist mit Abstand die beste und entspannteste Möglichkeit. Abgesehen von den einmaligen Investitionskosten entstehen einem danach keine weiteren Kosten mehr für die Stromerzeugung. Nach einer gewissen Zeit hat sich die Anschaffung somit auch amortisiert.

Während der Fahrt können die Aufbaubatterien über die Lichtmaschine des Fahrzeugs geladen werden. Hierzu ist jedoch der Einbau eines Ladebooster (Ladewandler oder B2B-Lader) dringend zu empfehlen. Moderne Fahrzeuge haben intelligente Lichtmaschinen (Energiemanagement) verbaut, mit denen man die Aufbaubatterien kaum wieder aufladen kann.
Vereinfacht gesagt, schalten Sie die Ladung oftmals ab, um Kraftstoff zu sparen und somit den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Der Booster gaukelt dem System einen permanenten Strombedarf vor, damit die Aufbaubatterie ununterbrochen und mit voller Leistung geladen wird.
Die Kombination aus einer Solarlage (so groß wie möglich) und einem beziehungsweise mehreren Ladebooster ist für ein gasfreies Wohnmobil aus meiner Sicht zwingend erforderlich. Außer man steht natürlich nahezu ausschließlich auf Campingplätzen und kann dort den Landstromanschluss nutzen.
Gas nicht nur als Backup dabei
Natürlich können wir auch draußen mit einem mobilen Induktionskochfeld* oder der Heißluftfritteuse* mit Strom kochen. Entsprechende Steckdosen und passende Stromkabel sind ja ausreichend vorhanden. Wenn möglich, werfen wir gerne unseren Grill an und kochen bzw. grillen am liebsten im Freien.
Der universelle Gaskartuschenkocher von Gardinger (Testbericht) ist hierfür optimal geeignet. Er kann nicht nur mit den gängigen Einsetzkartuschen (MSF-1A), sondern dank seines cleveren Adaptersystems auch mit 7/16″ Gewindekartuschen und mit Propangasflaschen (1/4″ Gewinde) betrieben werden.




Ob Fisch, Fleisch oder frische Pizza aus dem Multi-Campingofen Horst (Testbericht) ist dabei egal. Auf dem Gaskocher kann man nahezu alles zubereiten. Aufgrund seiner Größe ist auch eine Benutzung im Fahrzeug, also in der Küche ohne Probleme möglich.
Hierdurch ließe sich, wenn notwendig auch Strom einsparen, weil das Kochen per Gas erfolgt. Ebenso ist eine Nutzung vom Campingofen im Fahrzeug möglich, wenn es draußen zu ungemütlich ist.
Ebenfalls vom Hersteller Gardinger kommen die kleinen selbst befüllbaren Propangasflasche zum Einsatz. Die kleine Profill 0.5 speichert 0,425 kg Gas (Testbericht) und bei der größeren Version (Testbericht) sind es selbst für längere Urlaube vollkommen ausreichende 2,5 Kilo pro Propangas.


Um die Flasche zu befüllen, benötigt man als “Tank” lediglich eine entsprechend volle 5 oder 11 Kilo Gasflasche, wie sie jeder vom Camping und Grillen kennt. Jetzt verbindet man die leere Flasche über einen Umfüllschlauch mit der vollen Propangasflasche. Absolut geniales System!
Unser Fazit zum gasfreien Wohnmobil
Wer bevorzugt im sonnigen Süden unterwegs ist, kann als primäre Energieerzeugung auf eine Solaranlage bauen. Je nachdem, wie tief die Sonne steht, kann man Solartaschen auch noch zusätzlich zum Einsatz bringen um die Stromausbeute zu optimieren.
Ist man auch gerne während der kälteren und dunkleren Jahreszeit im Norden unterwegs, dann muss man sich um alternative Energieerzeugungsmöglichkeiten kümmern. Mit der maximalen Anzahl von Ladeboostern kann man die Lichtmaschine zum Aufladen der Akkus während der Fahrt benutzen. Bei uns sind es 180 Ampere und somit reichen ein bis 2 Stunden Fahrt in der Regel vollkommen aus.
Auf Stell- und Campingplätzen kommt dann halt öfter auch mal das Stromkabel zum Einsatz. Es ist somit weltweit viel einfacher an Strom zu kommen, als wenn hier Gas als primäre Energiequelle genutzt werden würde. Im Hinblick auf die Versorgungslage und somit auf die Bequemlichkeit hat ein gasfreies Wohnmobil aus unserer Sicht ganz klar die Nase vorn.
Bei der Neuanschaffung eines Wohnmobils, sich direkt für die gasfreie Variante zu entscheiden, macht preislich nur einen geringen Unterschied. Die Preise von Lithiumbatterien sind in den letzten Jahren deutlich gefallen, sodass man eine LiFePO4 Lithiumbatterie mit 300 Ah von namhaften Herstellern bereits für unter 1000 € bekommt.
Lediglich beim Grillen möchte ich nicht auf Gas verzichten, aber das ist ja wie oben beschrieben mit den entsprechenden kleinen Flaschen überhaupt kein Problem. Würden wir uns bei einem neuen Fahrzeug wieder für eine gasfreie Variante entscheiden? Die Antwort lautet ganz klar, ja!